Still life with two Pomegranates

Still life with two pomegranates; oil no canvas; 50/60; 2018

 

In seinem Werk „Stillleben mit zwei Granatäpfeln“ schafft Ivan Iliev eine Komposition, die sich durch verschiedene konstruktive Faktoren auszeichnet.
Es wird ein Werk vom beträchtlichen dekorativen Reichtum präsentiert, dessen Textur an die Tapisserien des 16. Jahrhunderts erinnert, an das glorreiche bildnerische Erbe des Herzogtums Burgund, welches in 14. und 15. Jahrhundert zu einem kulturellen Zentrum ersten Ranges aufstieg und mit dem Tod vom Karl den Kühnen endete.
Dabei sollte dem Stil besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden, der mit spielerischer Leichtigkeit von einem stringenten Realismus zu symbolistischen Notationen wechselt wobei alle Elemente dieser Wandlung unterzogen werden.
Die aufgebrochenen Granatäpfel strahlen eine ureigene anarchische Lebenskraft aus, als ob sie darauf streben, an die Grenzen vorbeizukommen, die durch die Leinwand auferlegt werden.
Anschließend sei auf die hintergründige Struktur der dargestellten Elemente, Früchte und Gemüse, hingewiesen, die bei genauen Betrachtung eine menschliche Figur andeuten, deren Nabelzentrum ein Apfel ist, über und unter dem Arme und Beine ausgestreckt sind.
Ein bemerkenswertes, in raffinierter Technik ausgeführtes Werk, das auf die Bedeutung, Sinnhaftigkeit und Doppeldeutigkeit der Rolle des Menschen in der Natur hinweist.
Ein Gemälde, das an die Pracht uralter Hallen erinnert, in denen neben Schlachtszenen auch Idylle herrschte –
Glückseligkeit, Gelassenheit und Harmonie – Stillleben mit üppigen Kompositionen, mit Früchten und Blumen dekoriert. Eine Erinnerung an die Antike mit exzellenter Technik.

Aldo Maria Pero